Klimaschutz in der Wertschöpfungskette: Chancen und Ansätze für nachhaltiges Wirtschaften

Pina Earth & Baufritz

Der Klimawandel fordert ein Umdenken in allen Bereichen der Wirtschaft. Unternehmen stehen in der Verantwortung, ihre Wertschöpfungsketten nicht nur effizienter, sondern vor allem nachhaltiger zu gestalten. Besonders in ressourcenintensiven Branchen wie dem Bauwesen bietet die Umstellung auf klimafreundliche Materialien und Prozesse enormes Potenzial – sowohl für den Klimaschutz als auch für die Innovationskraft von Unternehmen.

Ein zentraler Hebel liegt in der ganzheitlichen Betrachtung der Wertschöpfungskette. Emissionen lassen sich entlang aller Phasen reduzieren – von der Beschaffung von Rohstoffen über die Produktion bis hin zur Distribution. Schlüsselmaßnahmen umfassen den Einsatz nachhaltiger Materialien, energieeffizienter Technologien und die Förderung von Recycling und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit Partnern, nachhaltige Standards zu setzen und diese entlang der gesamten Lieferkette umzusetzen.

Ein herausragendes Beispiel für diesen Ansatz ist der Einsatz von Holz – einem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff, der eine entscheidende Rolle im Klimaschutz spielen kann.

Holz als wertvolle Ressource

Holz gehört zu den ältesten genutzten Materialien der Menschheit und ist zugleich ein Rohstoff der Zukunft. In Branchen wie dem Bauwesen, der Möbelindustrie oder der Papierherstellung wird Holz bereits vielfältig eingesetzt. 

Vorteile von Holz:

  1. CO₂-Bindung: Holz speichert während seines Wachstums Kohlenstoff. Jeder Kubikmeter Holz, der anstelle von Beton oder Stahl verwendet wird, spart bis zu 2 Tonnen CO₂-Emissionen. Das gilt insbesondere, wenn das Holz für langlebige Produkte wie Holzhäuser eingesetzt wird und so CO2-langfristig gebunden wird.
  2. Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und bei verantwortungsvoller Waldwirtschaft reichhaltig verfügbar.
  3. Kreislaufwirtschaft: Holzprodukte können recycelt oder energetisch genutzt werden, was den Ressourcenverbrauch zusätzlich minimiert.
  4. Flexibilität: Holz ist langlebig, vielseitig einsetzbar und fördert gesundes Wohnen durch seine positiven Auswirkungen auf das Raumklima.

Doch der nachhaltige Einsatz von Holz erfordert eine Waldwirtschaft, die Ökosysteme schützt und den Herausforderungen des Klimawandels begegnet.

Die Versorgung mit Holz ist gefährdet

Der Klimawandel in Kombination mit den weit verbreiteten Monokulturen in den Wäldern gefährdet zunehmend die Verfügbarkeit von hochwertigem Holz. Extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden oder schwere Stürme führen zu großem Baumsterben, was kurzfristig zwar den Holzmarkt mit großen Mengen minderwertigen Holzes überflutet, langfristig jedoch zu einem Engpass und steigenden Preisen führt. Denn nach solchen Schadereignissen dauert es oft Jahre oder gar Jahrzehnte, bis neu aufgeforstete Bestände ausgewachsener Bäume wieder zur Verfügung stehen. 

Für Unternehmen, die auf Holz als Rohstoff setzen, verschlechtert sich dadurch die Planungssicherheit: Schwankende Qualität und Preise erschweren Investitionen und Innovationsprojekte. Um dieser Gefahr zu begegnen, gewinnt die Diversifizierung von Baumarten an Bedeutung. Gemischte Wälder sind widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen und Klimaveränderungen und tragen damit entscheidend zu einer resilienten und nachhaltigen Holzlieferkette bei.

Nachhaltigkeit in Aktion: Baufritz und Pina Earth

Ein Vorzeigebeispiel für nachhaltige Wertschöpfungsketten liefert das Unternehmen Baufritz, ein Pionier im ökologischen Hausbau. Holz ist hier der zentrale Baustoff, der primär aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern bezogen wird. Kurze Transportwege von meist nur ca. 150km und die Minimierung von Emissionen in allen Produktionsschritten unterstreichen das Engagement des Unternehmens für Klimaschutz. Bereits 2015 wurde die erste CO2-Bilanz erstellt, um Klimaschutzmaßnahmen zielgerichtet umsetzen zu können.

Holzhaus von Baufritz

Wie Baufritz nachhaltig zum Klimaschutz beiträgt:

Neben kontinuierlichen Reduktionsmaßnahmen, um insbesondere Scope 3 - Emissionen zu verringern und damit den Fußabdruck des eigenen Unternehmens zu minimieren, engagiert sich Baufritz entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig.

  • Langfristige Bindung von CO₂ in Holzhäusern: Ein Holzhaus von Baufritz fungiert über viele Jahrzehnte hinweg als effektiver CO₂-Speicher, da in jeder Konstruktion laut Berechnungen dauerhaft zwischen 40 und 60 Tonnen Kohlendioxid eingelagert werden. Damit wird das Treibhausgas, welches im Baum der Atmosphäre entzogen wurde, langfristig eingelagert und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
  • Engagement in der „Brancheninitiative Klimaschutz Holzindustrie“: Baufritz ist Mitglied einer übergeordneten Initiative, in der sich Unternehmen aus der Holzbranche zusammenschließen, um ihren CO₂-Fußabdruck kontinuierlich zu verringern und gemeinsam Klimaschutzprojekte voranzutreiben. Im Rahmen dessen unterstützt Baufritz innovative Waldumbauprojekte von Pina Earth. Durch aktiven Waldumbau werden Monokulturen in klimaresiliente Mischwälder umgewandelt, die widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Stürme und Schädlinge sind. Solche Projekte schaffen nicht nur ökologische Vorteile, sondern gestalten Lieferketten resilient und sichern auch die Zukunft der Ressource Holz. Damit leistet Baufritz einen wichtigen Klimabeitrag, der sich positiv auf die eigene Wertschöpfungskette auswirkt.

Mit diesem Engagement wird auch der Anspruch von Geschäftsführerin Dagmar Fritz-Kramer unterstrichen. Sie möchte dort einen Klimabeitrag für verbleibende Emissionen leisten, wo sie entstehen. Dabei helfen regionale Klimaschutzprojekte wie die von Pina Earth.

Waldumbau: Grundlage für nachhaltigen Holzbau

Die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Projekte wie die von Pina Earth zeigen, wie der Übergang zu resilienten Mischwäldern gelingen kann. 

Diese Wälder:

…erhöhen Resilienz und Planungssicherheit der Lieferkette: Mischwälder reagieren robust auf Umweltveränderungen, Schädlingsbefall und Extremwetter. Dadurch bleibt die Holzversorgung konstanter und Unternehmen können langfristig besser planen. Insbesondere in Zeiten des Klimawandels minimiert das Risiko schwankender Verfügbarkeit und Qualität. Letztlich steigert dies die Wettbewerbsfähigkeit und Verlässlichkeit der eigenen Lieferkette.

…binden und reduzieren langfristig CO₂ entlang der Wertschöpfungskette: Durch das Zusammenspiel verschiedener Baumarten wird mehr Kohlendioxid gebunden und der Wald bleibt gesund, wodurch die Klimaschutzwirkung langfristig stabil bleibt. Unternehmen, die ihr Holz aus solchen Wäldern beziehen, reduzieren ihren CO₂-Fußabdruck spürbar. Neben dem klimafreundlichen Image profitieren sie auch von geringeren Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

…fördern die Biodiversität und stärken das Ökosystems: Ein gesunder Mischwald liefert nicht nur Rohstoffe, sondern erfüllt zugleich wichtige Ökosystemfunktionen wie Wasserspeicherung, Erosionsschutz und Lebensraum für eine hohe Artenvielfalt. Unternehmen profitieren von diesem umfassenden Naturschutzgedanken, da er den Wald als Ressource nachhaltig erhält und das Markenimage positiv prägt.

Die Unterstützung solcher Projekte schließt den Kreis zwischen Klimaschutz, nachhaltiger Wertschöpfung und der Verantwortung von Unternehmen wie Baufritz. Denn der Schutz unserer Wälder sichert nicht nur die Zukunft der Ressource Holz, sondern auch die unseres Planeten.

Michael Sailer, Baufritz

"Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür. Deshalb setzen wir bei Baufritz auf regionale Klimaschutzprojekte – wie die Partnerschaft mit Pina Earth. So bleibt unser Engagement nicht abstrakt, sondern wächst buchstäblich in unseren bayerischen Wäldern." - Michael Sailer, Bereichsleiter für Verwaltungsmanagement bei Baufritz.

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Leos Paul Bloch

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